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Steckbrief Lindau

Einwohnerzahl 2015:

1.691

Übergeordnete Gemeinde:

Gemeinde Katlenburg-Lindau, Landkreis Northeim, Untereichsfeld

Ortsbürgermeister:

Rainer Schmidt (CDU)

Ortsrat:

7 CDU, 4 SPD

Anzahl Dorfmoderator*innen:

2

Geografische Besonderheiten:

Lindau liegt an den Flussauen von Rhume und Oder; kleinere Erhebungen sind im Südwesten der Schornberg (218 m) und im Westen der Lindauer Wald (208 m)

Kultur-/Naturdenkmäler:

  • Mushaus: einige historisch wertvolle Bauten, z.B. das „Mushaus“ (Zollhaus) mit Wurzeln aus dem 14. Jh. (einst Teil einer mittelalterlichen Burg; bis 1741 war hier die Lindauer Amtsverwaltung untergebracht; z.T. bis zu 5 m dicke Mauern). 1870: der Lindauer Fabrikbesitzer Grewe kaufte das Mushaus für seine Arbeiter
  • Mordmühle: etwa 500 m vom Lindauer Ortsrand entfernt; charakteristisches Mühlengehöft (Wohnhaus + Wirtschaftsgebäuden); über 80 Jahre alte Mühlenbetriebsanlage, heute noch voll funktionsfähig (Wasser kommt von einem kleinen Mühlgraben), in ihrer Form einzigartig in Niedersachsen. Die Mordmühle ist in verschiedenen Zeitepochen entstanden (verschiedene Bauelemente)
  • Verein „Freunde der Mordmühle e. V.“: hat neuen Besitzer für die Mühle gefunden und den historischen Mühlengraben, dem die Zuschüttung drohte, wieder in Stand gesetzt
  • Heute: Schauplatz des Deutschen Mühlentages. Am Mühlentag 2005 wurde ein viel beachtetes Theaterstück des damaligen Vereinsvorsitzenden Dr. Rudolf Brodhun aufgeführt. Die historische Mordmühlensage wurde an den „Originalschauplätzen“ aufgeführt.
  • katholische Kirche St. Peter und Paul von 1754 im Eichsfelder Barockstil, Pater Alex George
  • evang. Kreuzkirche, Pastor Harald Möhle
  • Kriegerdenkmal von 1920

Geschichtliche Besonderheiten:

  • Im 19. Jh. nahm die wirtschaftliche Bedeutung Lindaus durch die Ansiedlung der Jutespinnerei Greve (1872) und durch die Herstellung von Brauereipech zu.
  • Großer Brand am 15.4. 1911 (Karsamstag). Zwei Jungen legten Feuer; durch Wind brannten letztlich 42 Wohnhäuser und 30 Nebengebäude ab => Gründung der Feuerwehr im Anschluss
  • In den Jahren 1946, 1947, 1981 und 1994: schwere Überschwemmungen der Rhume mit großen Schäden (seit 1995: Hochwasserdamm)
  • 1946 viele Flüchtlinge im Dorf; Häuser stark belegt, Wohnraum knapp; z.T. Spannungen zwischen den ursprüngl. Dorfbewohnern und den Flüchtlingen

Alter des Dorfes:

1184 erstmals urkundlich erwähnt: mind. 832 Jahre alt. Bei Grabungen fanden sich Faustkeile aus der Alters- und Mittelsteinzeit, die darauf hinweisen, dass eine Besiedlung Lindaus schon vor ca. 10.000 Jahren stattgefunden hat.

Vereine:

DRK, Fanfarenzug Lindau, Feldmarks- und Verkoppelungsinteressentenschaft, Frauenbund, Freiwillige Feuerwehr mit Jugendabteilung, Freunde der Mordmühle, Fußballclub, Kaninchenzuchtverein, Kolpingsfamilie, Männergesangverein "Concordia", Ortsjugendring, Ortsverkehrswacht, Ortsverschönerungsverein, Realgemeinde, Sozialverband, Rhumechor, Schützengesellschaft v. 1438, Tennisclub

Gemeinschaftsprojekte:

Im Juli 2011 wurde die Klingenberg-Quelle von Lindauer Bürgern hergerichtet. An der Einweihung nahmen über 200 Personen teil.

Besondere Aktionen:

2011 beschloss der Ortsrat von Lindau einstimmig einen Antrag der SPD, die im Zuge der Verwaltungsreform von 1974 weggefallene Bezeichnung Flecken Lindau wieder einzuführen. Seit November 2011 ist Lindau wieder offiziell ein Flecken.

Dorfentwicklungsprozesse:

Stadt-/Dorfsanierung haben in Katlenburg und Lindau stattgefunden; Lindau: Komplettsanierung der Mehrzweckhalle; Sanierung der „Wallhausenstraße“; Förderung von Abrissmaßnahmen; Neugestaltung des Umfeldes des bisherigen Feuerwehrgerätehauses (Anlegen von Parkplätzen, Mauer, fußläufige Verbindung von Parkplatz zur Marktstraße, Bau eines Brunnens,…); Kirchplatzneugestaltung; Sanierung der Schützenallee; größere Wendemöglichkeit im Amtshof; Sanierung Feldstraße und Hardenbergswinkel; Sanierung der „Alten Schule“

Sonstiges:

Partnerschaft mit dem süddeutschen Ort Binau seit 1966; enge Verbindungen zwischen beiden Ortschaften, häufige Besuche, z.B. bei der 1200-Jahr-Feier von Binau 1971. Seit 1975 existiert in Binau eine „Lindauer Straße“ und seit 1978 in Lindau eine „Binauer Straße“.

Internet:

www.katlenburglindau.de

Wikipedia

 

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Kofinanziert durch Bund und Land im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes":

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