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Steckbrief Hohegeiß

Einwohnerzahl 2016:

950

Offizieller Dorftyp:

Bergdorf (642 m üNN), Erholungsort im Harz, Stadtteil von Braunlage.

Der Ortsname leitet sich von Hogeyz, dem Namen eines Waldgebietes, ab, der bereits für das Jahr 1268 belegt ist.

„Wer nach Hohegeiß kommt, den empfangen reine Luft, stille Täler, beeindruckende Fernblicke von den Bergkuppen, blühende Bergwiesen, Vogelgezwitscher und das Murmeln der Bäche in wildromantischen Tälern.“ (Auszug aus der offiziellen Internetseite)

Übergeordnete Gemeinde:

Stadt Braunlage (seit 1972 eingemeindet)

Ortsvorsteher Hohegeiß:

Robert Hansmann

Anzahl Dorfmoderator*innen:

2

Geografische Besonderheiten:

Das Bergdorf Hohegeiß liegt im Naturpark Harz. Es befindet sich zwischen Sorge im Nordnordosten und Benneckenstein im Osten (beide in Sachsen-Anhalt), Rothesütte im Südosten (Thüringen), Zorge im Süden und Braunlage im Nordnordwesten (beide in Niedersachsen). Die Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt (früher innerdeutsche Grenze) führt am nordöstlichen Ortsrand vorbei; an dieser Grenze liegt etwa 3,3 km südöstlich des Dorfs das Dreiländereck Niedersachsen–Sachsen-Anhalt–Thüringen, wo der Drei-Länder-Stein steht. Nahe dem Dorf breitet sich das Naturdenkmal Dicke Tannen aus.

Kultur-/Naturdenkmäler:

  • Am 1. August 1963 kam bei einem Fluchtversuch an der innerdeutschen Grenze am Ortsausgang von Hohegeiß der 23-jährige Helmut Kleinert (1940–1963) durch Schüsse von Grenztruppen der DDR ums Leben. 1971 wurde ein Holzkreuz, das seit dem Tod Kleinerts aufgestellt war, durch einen Gedenkstein mit der Inschrift „Am 1.8.1963 wurde 150 Meter von hier Helmut Kleinert vor dem Überschreiten der Demarkationslinie erschossen“ ersetzt.
  • Im fast 400 Jahre alten Fachwerkhaus "Alte Pfarre" (Standort Lange Str. 54) wird von der Ortsgründung 1444 über den Bergbau, die Handwerke, Wintersport und Tourismus alles Wissenswertes über den Ort präsentiert. Ein Schwerpunkt ist dem Leben unmittelbar an der innerdeutschen Grenze gewidmet.
  • Heiratsmöglichkeit im jahrhunderte alten Trauzimmer (April bis Oktober)
  • Gedenkstein für Hermann Grote. Der Komponist des Niedersachsenliedes wurde in Hohegeiß geboren und ist hier auch begraben.
  • Steinkreuz, das älteste Erinnerungsstück der Ortsgeschichte
  • Wilddiebstafeln und Wappenmosaik am Brunnenweg
  • Historische Grenzsteine an der Benneckensteiner Straße
  • Im Sommer blühen auf den Bergwiesen des Kurparks selten gewordene Blumen und Kräuter, wie zum Beispiel die Trollblume, Arnika oder das Knabenkraut.
  • „Dicke Tannen“: mehrere Hektar großer Mischwald mit 300 Jahre alten, 50 m hohe Fichten

Touristische Möglichkeiten:

Mountainbike-Touren, Bogenschießen für Gäste, Waldschwimmbad, Kurpark mit Bergwiesen, Teich, Kneipp-Becken und Grillplatz, Barfußpfad, Massage, Sauna, Theatersaal, Konferenzraum, Kegelbahn, geführte Wanderungen, gut präpariertes Loipennetz, Heimatmuseum in der "Alten Pfarre", dem ältesten Haus in Hohegeiß.

In Hohegeiß sieht man an vielen Stellen die auffälligen gelben Tafeln in Form einer Fichte. Sie informieren über Interessantes,
vor allem aus der Vergangenheit des Ortes. Bei einem kleinen Rundgang durch Hohegeiß kann man 25 Tafeln aufsuchen und dabei „durch die Ortsgeschichte wandern“.

Alter:

von 1444

Vereine:

Freiwillige Feuerwehr Hohegeiß, inkl. Jugendfeuerwehr, Schützenverein, Sportverein, Skiclub Hohegeiß, Kur- und Verkehrsverein Hohegeiß, Harzclub-Zweigverein Hohegeiß e.V. – Heimat-, Wander- und Naturschutzbund, Imkerverein Hohegeiß, Museumsverein Hohegeiß e.V., Buchfinkenverein

Feste:

Osterfeuer am Ostersamstag, Kinderwalpurgis mit Aufführung und Umzug sowie große Waldpurgisfeier am 30. April, Buchfinkenwettsingen am Pfingstsonntag, Schützenfest am letzten Wochenende im Juli o. Anfang August, Hohegeißer Kirmes am 1. Sonntag im September

Dorfentwicklungsprozesse:

1954: Bau des Rathauses mit Kurverwaltung

Technische Infrastruktur:

um 1550: erste nachweisbare Bergbauversuche

1911: Bau der zentralen Trinkwasserversorgung

1920: Stromversorgung durch eigene Elektrizitätsgesellschaft

1934: Schwimmbad eröffnet

1992: Gasversorgung

Besonderheiten:

Der Ort ist einer der acht Orte, in denen das seit 2014 als Immaterielles Weltkulturerbe anerkannte Brauchtum des Finkenmanöver im Harz noch gepflegt wird. Beim Finkenmanöver treten Buchfinken in einem Wettbewerb an, damit der schönste oder längste Vogelgesang prämiert werden kann.

Internet:

www.braunlage.de/hohegeiss

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Kofinanziert durch Bund und Land im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes":

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