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Steckbrief Lenne

Einwohnerzahl (2015):

648

Offizieller Dorftyp:

“Lenne kommt von Linde her, in der Mehrzahl Linnen genannt.“ (1806)

Die Bezeichnung des Ortsteils "Leindorf", heute Linnenplan, deutet auf Leinbau oder Flachsrotten hin. Auch ist es möglich, dass der Ort seinen Namen nach dem Lennebach erhalten hat.

Im Wickenser Erbregister um 1600 wird Lenne auch "Sandkuhlen" genannt. Der gute Lenner-Sand versorgte im XVlll. Jahrhundert die Glashütten der Umgebung und die Porzellanfabrik in Fürstenberg.

Übergeordnete Gemeinde:

Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf; Ortsteile: Lenne, Linnenplan, Kolonie, Vorwohle

Bürgermeister:

Hans-Dieter Steenbock (WGL)

Anzahl Dorfmoderator*innen:

0

Ortsrat:

7 Wählergemeinschaft Lenne (WGL), 2 SPD

Geografische Besonderheiten:

Lenne liegt zwischen den Mittelgebirgszügen Ith im Nordosten, Elfas im Ostsüdosten, Holzberg im Süden und Homburgwald im Westen; in der Nähe erheben sich die Mittelgebirgszüge Vogler im Nordwesten und Solling im Südsüdwesten. Zur Gemeinde Lenne gehören neben dem gleichnamigen Kernort die Ortsteile Kolonie im Nordosten und Linnenplan im Norden. Östlich vorbei am Kernort und an Linnenplan fließt der Weser-Zufluss Lenne.

Kultur-/Naturdenkmäler:

Januar 2017: Anlässlich des 500jährigen Jubiläums der Reformation durch Martin Luther wurde für die Johannis-Kirchengemeinde Wangelnstedt eine so genannte "Luther-Eiche" gepflanzt.

Geschichtliche Besonderheiten:

Am Ortseingang von Lenne finden wir etwas, wofür sich noch unsere Großmütter interessiert haben, schönen weißen Sand. Als die Fußböden in den Häusern noch nicht aus Dielen bestanden, sondern aus festgestampftem Lehm, da bestreuten die Hausfrauen sonntags diesen Boden mit weißem Sand, um ihm ein festliches Aussehen zu geben. Sie taten das auch noch, als ungestrichene Bohlenbretter den Boden bedeckten. Allen Schmutz kehrten sie nach einer Woche hinaus. Für die Bauern von Lenne war dieser Sand eine Erwerbsquelle, denn sie fuhren mit einem Wagen voll Sand in die Nachbardörfer und verkauften einen Himpten voll (etwa 30 l) für wenige Pfennige. Dieser Sand war auch der Rohstoff für die Glasmacher im Hils und im Vogler. Noch heute heißt der Weg, der am Rande des Hils von Lenne nach Grünenplan führt, “Sandweg”.

„Zwangsarbeiterlager Lenne“: Ab Mitte 1944 entstand ein Rüstungskomplex mit Lagern für KZ-Häftlinge, Strafgefangene und Zwangsarbeiter. Das Lenner Lager war mit ca. 5.000 Häftlingen das größte Zwangsarbeiterlager in einem Rüstungskomplex im Hils und ist seit 2008 Gedenkstätte mit Ausstellungsgebäude. (Im Geoportal des LK Holzminden gelistet.)

Alter:

  • Erstmalige Erwähnung: ca. 1.300
  • 1580 wurde die Gemeinde als "Sandkuhlen" in einer Urkunde erwähnt.

Vereine:

Brieftaubenverein Fortuna Lenne, Bürgerschützengilde Lenne, DRK Ortsverein Lenne, Evang. Frauenhilfe Lenne (kirchlich), Feldmarkgenossenschaft Lenne, Feuerwehrkameradschaft Lenne, Fußballspielgemeinschaft Lenne/Wangelnstedt, Jagdgenossenschaft Lenne, Landfrauenverein Lenne, Red Bulls Solling, Sparverein Lenne, Tischtennisclub Lenne, TSV Lenne (mit den Unterabteilungen Turnen, Tanzen, Kultur, Gymnastik und Freizeit, Leichtathletik), Altenkreis Lenne (kirchlich), Krabbelgruppe Lenne (kirchlich), Geburtstagsbesuchsdienst (kirchlich), Kindergottesdienstgruppe (kirchlich)

Feste:

Grünkohlwanderung, Braunkohlwanderung, Skat-/Knobelturnier, SG-Jugendfeldturnier, Maibaumaufstellen, Königsschießen, Damenkaffee Feuerwehr, TSV Seniorennachmittag, Osterfeuer

(weitere) Traditionen:

Partnerschaft mit Lenne im Sauerland seitens der Schützengilden (gegenseitige Besuche zu den Schützenfesten)

Dorfentwicklungsprozesse:

Gesamtprojekt: Gestaltung Dorfplatz in Lenne; Teilprojekt Abbruch und Rückbauarbeiten nach DIN 18459; Vergabestelle: Gemeinde Lenne, Lennetalstr. 11, 37627 Lenne

Internet:

www.eschershausen-stadtoldendorf.de

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Kofinanziert durch Bund und Land im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes":

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